Beständigkeit Kunststoffe HDPE, CDH, DMSO

Kunststoffe HDPE, CDH, DMSO Beständigkeit

Immer wieder wird die Frage nach der Beständigkeit von Kunststoffen gegenüber CDH und DMSO angefragt. Daher habe ich hier eine Zusammenfassung aus meinen Erfahrungen verfasst.

Welche Flaschen sind am besten?

Die höchste Beständigkeit bei DMSO und Chlordioxid Lösungen bis 0,3 % bringen Glasflaschen.

Daher biete ich die Produkte auch überwiegend in Glasflaschen an.

Fragen diesbezüglich zu DMSO:

Gelangen Lösemittel aus HDPE Flaschen in die DMSO Lösung?

– Generell kann man sagen, dass sich alle Lösemittel irgendwie in Flüssigkeiten lösen. Das betrifft die Trinkwasserflasche aus PET genau so, wie andere Kunststoffen.

DMSO in einer hohen Konzentration löst als Lösemittel auch Weichmacher aus Kunststoff heraus.

Dies kann man mit einer handelsüblichen Einmal-Spritze aus HDPE selbst prüfen und sehen. Zieht man das DMSO unverdünnt damit auf, bilden sich kleine, auch sichtbare Schlieren.

– Spült man die Spritze oder auch eine zu verwendende Flasche zuvor mit ein bisschen DMSO aus, passiert dies nicht mehr.

Bei der Spritze kann man nach der Spülung übrigens auch gleich merken, dass diese schwergängiger wird.

Als Nächstes stellt sich nun aber die Frage, um wie viel Weichmacher handelt es sich überhaupt?

Eine weitere Frage wäre dann: Schädigt mich eine Auslösung in der vorliegenden Konzentration?

Weiterhin dann noch die Frage: Bleibt der Weichmacher nicht auch im DMSO gelöst und schadet daher gar nicht?

Kanzerogene Wirkungen (Krebs erzeugende Wirkungen) werden nach den aktuellen, immer weiter gehenden neuen Erkenntnissen zu Krebs immer schwerer glaubhaft. Denn man weiß ja mittlerweile, dass zu „Krebs“ viele Faktoren nötig sind, die nicht nur mit irgendwelchen Stoffen zusammenhängen. Es dann an einer Substanz

festzumachen, die wir auch schon lange im Trinkwasser haben, fällt mir immer schwieriger glaubhaft. Es gehört immer viel mehr dazu.

HDPE wird übrigens durch DMSO nicht aufgelöst. Daher ist eine Beständigkeit, auch auf Dauer gegeben. Und HDPE ist einer der meist verwendeten Kunststoffe für den Transport von Chemie, auch für DMSO.

Ich kenne keinen Lieferanten, der DMSO nicht in HDPE Gebinden liefert. Schon von daher lässt sich grundsätzlich eine Auslösung gar nicht verhindern.

Es ist also letztlich eine Frage der selbstverantwortlichen Einschätzung, an die wir uns zum Teil noch gewöhnen müssen.

So sind viele Stoffe, die in Verruf geraten sind gar nicht das, was man über diese erzählt. Daher verlasse ich mich eben auf meine eigenen Erfahrungen.

Wenn HDPE grundsätzlich erhebliche Probleme machen würde, hätten wir schon ganz andere Auswirkungen. Mittlerweile wird die gesamte Wasserversorgung (Rohre) auf Plastik umgestellt. Da fallen sicherlich andere Mengen an, als bei einem Verschluss oder einer Flasche…..

Ich denke, gerade derzeit, vergiften sich viele Menschen mit Stoffen, die sie nicht kennen, um vermeintliche „Freiheiten“ zu gewinnen. Da erscheint die Frage nach Lösemitteln oder Weichmachern gerade zu überspitzt.

Aus meiner jahrelangen Erfahrungen kann ich berichten, dass ich für die Verwendung unterwegs DMSO selbst in HDPE Flaschen verwende.

Ich habe noch keinerlei Probleme dadurch feststellen können. Dies gilt auch für CDH3000. Darauf gehe ich weiter unten noch ein.

Wie sieht es bei HDPE aus?

HDPE ist einer der beständigsten Kunststoffe in der chemischen Industrie. Nur PP, ist noch etwas beständiger. So gut wie alle beständigen Verschluss Systeme bestehen aus HDPE. Es gibt schlichtweg gar nichts anderes.

PET weißt jedoch einen höheren Grad an Weichmachern auf. Daher sind die Flaschen auch gut pressbar. Aber aus diesem Grunde finden Sie keine Verwendung in der Chemie Branche.

Wie sieht es bei Chlordioxid Lösungen aus?

Händler der ersten Stunde benutzen Plastik (HDPE). Und dies bis heute.

Aus eigenen Erfahrungen ist mir bekannt, das Chlordioxid Lösungen HDPE Flaschen bei einer längeren Verwendung offenbar Weichmacher oxidiert werden. Denn irgendwann werden die Flaschen brüchig.

Das ist der Nachteil, im Gegensatz zu Glasflaschen.

Plastik in Verschlüssen ein Problem?

Aus meiner Sicht nicht. Zum einen sind die Verschlüsse sehr klein und haben kaum eine nennenswerte Fläche.

Ich konnte bei den Tropfer Verschlüssen bislang kaum eine Ermüdungserscheinung feststellen. Nur nach Jahre langer Nutzung.

Sprühverschlüsse können da schon schneller an ihre Grenzen kommen, was die Haltbarkeit angeht. Aber die Beständigkeit ist auch relativ gut. Für eine Dauerbenutzung würde ich diese jedoch nicht einsetzen bzw. regelmäßig tauschen.

Bezieht man sich auf die Erfahrungen der „ersten Stunde“ mit Chlordioxid und der alternativen Anwendung, kamen hier noch ganz andere Stoffe und Behältnisse zum Einsatz, die noch viel bedenklicher scheinen.

Ich verkaufe Chlordioxid Lösungen grundsätzlich nur in Glasflaschen, nutze für die mobile Verwendung jedoch selbst auch gern HDPE Flaschen mit Sprayer. Da einige Kunden die Version von CDH mit der weißen HDPE Flasche jedoch immer wieder angefragt haben, habe ich diese auch noch im Sortiment.

In letzter Zeit wird gern viel Angst und Panik verbreitet, denn dies ist ein Mittel der Macht. Angst ist kein guter Ratgeber. Erfahrungen sind da schon besser geeignet.

Sicherlich gibt es ganz andere Gefahren und Giftstoffe, die uns momentan gerade größere Sorgen machen sollten. HDPE gehört nach so vielen Jahren wohl weniger dazu.

So weit meine Einschätzung von hier.

Liebe Grüße

Torben

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